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14. Juni 2018 | | Kommentar schreiben
Michael Huckfeldt und Robert Helminski

Ein Desinfektionsmittel ohne Nebenwirkungen

Huwa San von Neovia wirkt rückstandsfrei gegen Bakterien, Pilze, Viren, Hefen und Schimmel

Mit dem Anfang der 80er Jahre entwickelten Desinfektionsmittel „Huwa San“ hat Dr. Heinz Hungerbach (†) ein nach Auffassung mancher Anwender regelrechtes „Wundermittel“ zur Bekämpfung von organischen Verschmutzungen gefunden. Roamtechnology in Genk hat das Verfahren zur Marktreife weiterentwickelt und eine moderne Produktionsstätte errichtet. Inzwischen wird Huwa San von der in Rotenburg Wümme ansässigen Firma Neovia in Deutschland vermarktet – auch und gerade an Molkereien und Käsereien. molkerei-industrie informierte sich vor Ort. „Wir haben allein in Deutschland ca. 60 Kunden, die Huwa San mit Erfolg anwenden“, berichtet Neovia-Chef Michael Huckfeldt. „Doch beliefern wir Kunden in der Lebensmittelproduktion weltweit. Vertreten sind wir unter anderem in Europa, Neuseeland, Südkorea, Kanada und China. Das Anwendungsspektrum erstreckt sich von der eigentlichen Erzeugung bis hin zur Verarbeitung.“ Nebenbei hat Neovia auch ein weiteres wichtiges Standbein aufgebaut, nämlich in der allgemeinen Wasserhygiene für Poolanlagen etc.

Chlorfrei

„Die Idee, die hinter Huwa San steht, ist simpel. Wir wollen eine Alternative zu Einsatz von chlorhaltigen Desinfektionsmitteln bieten, weil diese in der Anwendung bekanntlich eine Reihe von Problemen bereiten. Bei dem von uns gelieferten Wirkstoff handelt es sich um Wasserstoffperoxid in einer speziellen Form, die ohne Zuschlagstoffe auskommt und sehr lange Zeit stabil bleibt. Sie baut sich nur ab, wenn organisches Material vorhanden ist“, schildert Huckfeldt die Hintergründe.

Huwa San, das bakterizid, fungizid und virizid wirkt, ist einfach beschrieben ein Komplex aus Silberionen, an die eine große Zahl an freien Wasserstoffradikalen angelagert ist. Diese Radikale bewegen sich durch den Potentialunterschied hin zu organischer Materie, sprich Mikroorganismen, und zerstören diese. Wirksam ist Huwa San bereits in sehr niedrigen Konzentrationen. Lt. Robert Helminski, der für Neovia das Geschäft speziell mit milchverarbeitenden Betrieben führt, reichen für das Desinfizieren einer Rohrleitung 300 ppm für 24 Stunden bzw. 0,3 bis 0,5 % für zwei bis drei Stunden aus. Spülwasser kann mit 20 ppm beaufschlagt werden, um eine hinreichende Desinfektionswirkung zu erreichen. Da kein weiteres Nachspülen mehr nötig ist, sparen Betriebe mit der Anwendung von Huwa San Zeit, Energie und Ressourcen. Huckfeldt: „Ein ostdeutscher Feinkostbetrieb, den wir beliefern, unterhält 10 Abfülllinien. Bei jeder spart er pro Tag eine Stunde Spülzeit ein. Das rechnet sich natürlich sehr gut, so dass Huwa San bezogen auf Gesamtkosten und Effizienz besser abschneidet als herkömmliche Peroxid-Desinfektionsmittel. Ein Vergleich mit anderen Mitteln auf Chlor-, Säure- oder Laugenbasis fällt wegen der Zeit- und Dosageersparnis komplett zugunsten unseres Mittels aus.“ Dazu kommt für den Anwender auch ein Mehr an Sicherheit. Denn das rückstandsfrei wirkende Huwa San beeinflusst weder Geruch noch Geschmack des Produktes.

Der Vergleich zeigt den Zustand eines Filters vor und nach der Behandlung mit
Huwa San – der Biofilm ist verschwunden (Fotos: Neovia)

Gegen Biofilme

Huwa San wird in einer Fabrik in Belgien hergestellt und kann in Kanistern, IBC u. ähnlichen Gebinden bezogen werden. Zum Einsatz muss lediglich herkömmlich konfektioniertes Wasser verfügbar sein, d. h. der Mn und Fe Gehalt entspricht dem von Trinkwasser. Der pH-Wert ist lt. Huckfeldt weniger entscheidend, er muss nicht wie bei chlorhaltigen Mitteln exakt eingestellt werden. Zum Auflösen von Biofilmen braucht es mit Huwa San keine mechanische Energie, versichert Neovia, wobei bei kontinuierlicher Anwendung eine Neubildung zuverlässig unterbunden wird. „Wenn in der Praxis etwas mit der Desinfektion mit Huwa San fehlschlägt, liegt das immer an der Technik oder an menschlichen Fehlern“, äußert sich Huckfeldt zur Anwendungssicherheit. Das Mittel ist extrem lang haltbar: vor einiger Zeit fanden sich z. B. im Lager zwei 10 und 19 Jahre alte Kanister, die einen Verlust von maximal 3,5 % des Wirkstoffs aufwiesen.

Auch zum Vernebeln

Huwa San eignet sich auch zur Oberflächendesinfektion über Vernebelung. In einigen Käsereien wird „Neofogg“ alle ein bis zwei Stunden für ein paar Sekunden „vernebelt“, was ausreicht, um Schimmelsporen im Griff zu halten. Andere Betriebe vernebeln nach Produktionsende für eine Stunde, nachdem die Abreinigung der Anlagen erfolgt ist. Für die Vernebelung empfiehl Neovia die eigenentwickelte Technik mit speziellen Sprühköpfen und unter der Decke montierten Ringleitungen. Standardmäßig lassen sich über eine Steuerung mit Touchpanel sieben Abteilungen regeln, optional können es bis zu 12 Betriebsabteilungen sein, die automatisch vernebelt werden.

Neovia geht mit Huwa San erst jetzt an die breite fachliche Öffentlichkeit, weil inzwischen die Zertifizierung nach der Biozidverordnung beantragt werden konnte und die entsprechende Zulassungsnummer vorliegt. An dem Konzept von Huwa San wurde nun schon ca. 20 Jahre gearbeitet, es ist mit mehreren Patenten gesichert. molkerei-industrie wird demnächst über die Erfahrungen eines Molkereikunden mit Huwa San berichten.

 

Quelle: moproweb.de


Kategorie: News | Waswirtun
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